Brevity Wiki
KI und Websites in klaren Worten.
Ein Nachschlagewerk für Inhaberinnen, Inhaber und Teams von KMU. Hier finden Sie die Begriffe, die in Gesprächen über KI und Websites immer wieder fallen, kurz erklärt und mit Beispielen aus dem Alltag.
38 Begriffe
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KI-Grundlagen
Die Wörter, die in fast jedem Gespräch über KI fallen. KI steht für künstliche Intelligenz, auf Englisch AI. Wer diese Begriffe kennt, kann Angebote und Versprechen besser einordnen.
Sprachmodell (LLM)Ein Programm, das aus sehr vielen Texten gelernt hat, Sprache sinnvoll fortzusetzen.
LLM steht für Large Language Model. Ein solches Modell sagt Wort für Wort voraus, was als Nächstes passt, und erzeugt so Antworten, Zusammenfassungen, Übersetzungen oder Entwürfe. Es versteht nicht wie ein Mensch, erkennt aber Muster in Sprache sehr gut. Chat-Assistenten wie ChatGPT oder Claude beruhen auf solchen Modellen.
Beispiel
Eine Treuhänderin lässt sich einen langen Brief der Steuerverwaltung in fünf Punkten zusammenfassen und liest danach die Stellen im Original nach, die für ihre Mandantin wichtig sind.
PromptDie Anweisung oder Frage, die Sie einer KI geben.
Je klarer der Prompt, desto brauchbarer das Ergebnis. Ein guter Prompt sagt, wofür das Ergebnis gebraucht wird, für wen es ist, in welchem Ton und in welcher Länge. Ein kurzes Beispiel des gewünschten Resultats hilft oft mehr als eine lange Erklärung.
Beispiel
Statt «Schreib eine Offerte» besser: «Schreib eine kurze Offerte für den Ersatz von drei Steckdosen in einer Mietwohnung in Bern, freundlich, per Sie, mit Hinweis auf die Anfahrtspauschale.»
KontextAlles, was die KI bei einer Antwort vor sich hat.
Dazu gehören Ihre Frage, der bisherige Gesprächsverlauf und angehängte Dokumente. Was nicht im Kontext steht, weiss das Modell über Ihren Betrieb nicht, weder Ihre Preise noch Ihre Kunden. Die Menge ist begrenzt. Man spricht vom Kontextfenster, und bei sehr langen Unterlagen können Details verloren gehen.
Beispiel
Wer die aktuelle Preisliste als PDF anhängt, bekommt eine Offerte mit den richtigen Preisen. Ohne Preisliste rechnet die KI mit Zahlen, die plausibel klingen, aber nicht stimmen.
TokenDie kleine Texteinheit, in der KI-Modelle lesen, schreiben und abrechnen.
Ein Token ist ein Wort oder ein Teil davon. Deutsche Texte brauchen meist mehr Tokens als englische, weil lange Wörter in mehrere Teile zerfallen. Anbieter rechnen die Nutzung über ihre Schnittstelle nach Tokens ab, getrennt nach Eingabe und Ausgabe, und auch die Grösse des Kontexts wird in Tokens gemessen.
Beispiel
Eine kurze E-Mail beantworten zu lassen, kostet über die Schnittstelle je nach Modell meist weniger als einen Rappen. Schickt man bei jeder Anfrage einen langen Vertrag mit, wird es ein Vielfaches davon.
HalluzinationEine Antwort, die überzeugend klingt, aber falsch oder erfunden ist.
Sprachmodelle formulieren flüssig, auch wenn ihnen die Grundlage fehlt. So entstehen falsche Zahlen, erfundene Quellen oder Gesetzesartikel, die etwas anderes regeln. Das Risiko sinkt deutlich, wenn die KI mit Ihren eigenen Unterlagen arbeitet und ihre Quellen angibt. Wichtige Aussagen prüft trotzdem ein Mensch.
Beispiel
Eine KI nennt für eine Frage zur Kündigungsfrist einen Artikel im Obligationenrecht. Wer nachschlägt, sieht, dass dieser Artikel ein anderes Thema regelt.
MultimodalEin Modell, das neben Text auch Bilder, Tonaufnahmen oder PDFs verarbeitet.
Multimodale Modelle beschreiben Fotos, lesen gescannte Rechnungen oder verstehen gesprochene Sprache. Manche erzeugen auch selbst Bilder oder Sprache. Damit lassen sich Aufgaben automatisieren, bei denen bisher jemand abtippen musste.
Beispiel
Ein Elektriker fotografiert das Typenschild eines alten Boilers, und die KI trägt Hersteller, Modell und Baujahr in den Rapport ein.
Offene und geschlossene ModelleOffene Modelle kann man selbst betreiben, geschlossene nur über den Anbieter nutzen.
Bei geschlossenen Modellen, etwa von OpenAI, Anthropic oder Google, laufen alle Anfragen über die Server des Anbieters. Bei offenen Modellen lassen sich die Modelldateien herunterladen und auf eigener Hardware oder bei einem Hoster Ihrer Wahl betreiben. Geschlossene Modelle sind oft leistungsfähiger und einfacher zu nutzen, offene geben mehr Kontrolle darüber, wo die Daten bleiben.
Beispiel
Ein Treuhandbüro will Mandantendokumente zusammenfassen, ohne dass sie das Haus verlassen. Ein offenes Modell auf einem eigenen Server ist dafür eine Option, mit mehr Aufwand für Betrieb und Wartung.
KI-AgentEine KI, die nicht nur antwortet, sondern selbstständig mehrere Schritte ausführt.
Ein Agent kann suchen, Dateien lesen, Formulare ausfüllen oder E-Mails vorbereiten und entscheidet dabei selbst, welcher Schritt als Nächstes kommt. Das hilft bei Aufgaben mit vielen kleinen Schritten, ist aber schwerer zu kontrollieren als eine einzelne Antwort. Deshalb braucht jeder Agent klare Grenzen: was er darf, was er nicht darf und wo ein Mensch zustimmen muss.
Beispiel
Ein Agent liest eine Offertanfrage, übernimmt die Masse aus der E-Mail, sucht passende Artikel im Katalog und legt einen Entwurf an. Verschickt wird erst, wenn jemand im Büro zugestimmt hat.
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KI im Betrieb
Wie KI in echte Abläufe kommt: nicht als Spielerei im Browser, sondern verbunden mit den Programmen, die Sie bereits nutzen.
Automatisierung und KIAutomatisierung folgt festen Regeln, KI kommt auch mit unklaren Eingaben zurecht.
Eine klassische Automatisierung macht immer dasselbe, zum Beispiel jede eingehende Rechnung im richtigen Ordner ablegen. Das ist günstig und zuverlässig. KI braucht es erst dort, wo Eingaben jedes Mal anders aussehen, etwa bei frei formulierten E-Mails oder Fotos. Oft ist eine Mischung am besten: feste Regeln für den Ablauf und KI nur für den Schritt, der Verständnis braucht.
Beispiel
Eine Bäckerei erhält Bestellungen per E-Mail in allen möglichen Formulierungen. Die KI liest Produkt, Menge und Abholtag heraus, das Eintragen in die Bestellliste erledigt eine einfache Regel.
WorkflowEine Folge von Arbeitsschritten, die immer wieder gleich abläuft.
Bevor man etwas automatisiert, lohnt es sich, den Ablauf aufzuschreiben: was kommt herein, wer macht was, welche Programme sind beteiligt und was kommt am Ende heraus. Dabei zeigt sich meist schnell, welcher Schritt am meisten Zeit kostet. Diesen Schritt verbessert man zuerst, nicht alles auf einmal.
Beispiel
Anfrage per E-Mail, Offerte schreiben, Offerte senden, nach einer Woche nachfassen. In vielen Betrieben kostet das Schreiben der Offerte am meisten Zeit.
Schnittstelle (API)Der Weg, über den Programme untereinander Daten austauschen.
API steht für Application Programming Interface. Über eine API kann ein Programm ein anderes etwas fragen oder ihm Daten übergeben, ohne dass jemand klickt oder kopiert. Viele Buchhaltungs-, Shop- und CRM-Programme bieten eine solche Schnittstelle an. Wie gut sie ist, entscheidet oft darüber, wie einfach sich ein Programm anbinden lässt.
Beispiel
Ein Onlineshop meldet jede neue Bestellung über die API direkt an die Buchhaltung, statt dass jemand die Angaben abtippt.
IntegrationDie Verbindung einer KI oder eines Tools mit Ihren bestehenden Programmen.
Mit einer Integration liest die KI direkt aus dem Postfach, der Ablage oder dem ERP und schreibt Ergebnisse dorthin zurück. Ohne Integration bleibt es beim Kopieren zwischen Fenstern, und der Nutzen ist kleiner. Eine gute Integration greift nur auf das zu, was sie für ihre Aufgabe braucht.
Beispiel
Ein Logistikbetrieb verbindet sein Auftragssystem mit einem Assistenten, der Kundenfragen zum Lieferstatus mit den aktuellen Sendungsdaten beantwortet.
Standardsoftware oder eigene LösungKaufen, was es schon gibt, oder bauen lassen, was genau passt.
Für Buchhaltung, Lohn oder E-Mail gibt es bewährte Standardprogramme. Eine eigene Lösung lohnt sich dort, wo Ihr Ablauf besonders ist und kein Produkt passt, oft als kleine App oder Webanwendung, die mit den bestehenden Programmen verbunden ist. Auch eigene Software braucht Pflege, deshalb gehören Wartung und Weiterentwicklung von Anfang an in die Rechnung.
Beispiel
Ein Gartenbaubetrieb nutzt für die Buchhaltung ein Standardprogramm und lässt sich zusätzlich eine einfache App bauen, mit der die Teams Arbeitszeit und Material pro Baustelle direkt auf dem Handy erfassen.
Antworten aus eigenen Dokumenten (RAG)Die KI sucht zuerst in Ihren Unterlagen und antwortet dann auf dieser Grundlage.
RAG steht für Retrieval-Augmented Generation. Bei jeder Frage werden die passenden Stellen aus Handbüchern, Verträgen oder internen Seiten gesucht und dem Modell mitgegeben. So antwortet die KI mit Ihrem Wissen statt mit allgemeinem Wissen und kann die Quelle nennen. Die Qualität hängt stark davon ab, wie aktuell und geordnet die Unterlagen sind.
Beispiel
Ein neuer Mitarbeiter eines Sanitärbetriebs fragt den internen Assistenten, wie bei einem Wasserschaden vorzugehen ist, und bekommt die Antwort aus der eigenen Checkliste, mit Link zum Dokument.
Human in the LoopEine Person prüft und gibt frei, bevor etwas Wichtiges passiert.
Die KI bereitet vor, ein Mensch entscheidet. Das ist sinnvoll bei allem, was nach aussen geht, Geld kostet oder rechtliche Folgen hat, also bei Offerten, Zahlungen, Kündigungen oder Antworten an Kunden. Mit der Zeit zeigt sich, wo die Vorschläge verlässlich sind und wo die Prüfung nötig bleibt.
Beispiel
Die KI entwirft Antworten auf Reklamationen. Eine Mitarbeiterin liest jede Antwort, passt sie bei Bedarf an und klickt erst dann auf Senden.
Kosten pro NutzungKI-Dienste kosten entweder ein Abo pro Person oder einen Betrag pro Anfrage.
Chat-Assistenten werden meist pro Person und Monat abgerechnet. Automatisierungen über eine Schnittstelle kosten dagegen pro Nutzung, gemessen in Tokens. Die Kosten pro Anfrage sind oft klein, summieren sich aber bei vielen Anfragen, langen Dokumenten oder teuren Modellen. Ein Kostendach beim Anbieter verhindert Überraschungen.
Beispiel
500 E-Mails im Monat automatisch vorsortieren zu lassen, kostet an Modellgebühren meist wenige Franken. Mehr Aufwand machen Aufbau und Pflege der Lösung.
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Daten und Sicherheit
Was mit Ihren Daten geschieht, wenn Sie KI oder Online-Dienste nutzen, und worauf Sie achten sollten. Diese Einträge geben eine Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung.
Datenschutzgesetz (nDSG)Das Schweizer Gesetz, das regelt, wie Firmen mit Personendaten umgehen.
Das revidierte Datenschutzgesetz gilt seit dem 1. September 2023. Es verlangt unter anderem, dass Sie offen informieren, welche Personendaten Sie wofür bearbeiten, dass Sie nur so viele Daten nutzen wie nötig und dass Sie diese angemessen schützen. Geben Sie Daten an Dienstleister weiter, etwa an einen KI-Anbieter, bleiben Sie dafür verantwortlich. Bei Kundschaft in der EU kann zusätzlich die DSGVO gelten.
Beispiel
Bevor ein Treuhandbüro Lohnunterlagen mit einem KI-Dienst verarbeitet, klärt es, wo der Anbieter die Daten bearbeitet, und ergänzt die Datenschutzerklärung.
AuftragsbearbeitungsvertragDer Vertrag, der regelt, was ein Dienstleister mit Ihren Daten tun darf.
Bearbeitet ein externer Anbieter Personendaten für Sie, etwa ein Cloud-, E-Mail- oder KI-Dienst, braucht es eine vertragliche Grundlage. Darin steht, wofür die Daten genutzt werden, wie sie geschützt sind und welche weiteren Firmen beteiligt sind. Grosse Anbieter stellen solche Verträge standardmässig bereit, oft unter dem englischen Namen Data Processing Agreement (DPA).
Beispiel
Bei der Business-Version eines Chat-Assistenten ist dieser Vertrag in der Regel Teil der Bedingungen. Bei Gratis- und Privatversionen fehlt er meistens.
PersonendatenAlle Angaben, die sich auf eine bestimmte oder bestimmbare Person beziehen.
Dazu gehören Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail, aber auch eine Kundennummer oder ein Foto, wenn sich damit jemand erkennen lässt. Gesundheitsdaten, religiöse Ansichten oder Angaben zu Strafverfahren gelten als besonders schützenswert und verlangen mehr Sorgfalt. Bevor Sie Kundendaten mit KI verarbeiten, lohnt sich die Frage, welche Angaben dafür wirklich nötig sind.
Beispiel
Für eine Auswertung der häufigsten Reklamationsgründe reichen die Texte der Reklamationen. Namen und Adressen der Kundinnen und Kunden lassen sich vorher entfernen.
Datenstandort (Schweiz, EU, USA)Das Land, in dem Ihre Daten gespeichert und verarbeitet werden.
Viele KI- und Cloud-Dienste laufen in Rechenzentren in den USA, manche bieten Standorte in der EU oder in der Schweiz an. Die Schweiz anerkennt die EU-Staaten als Länder mit angemessenem Datenschutz. Für die USA gilt das seit September 2024 nur für Firmen, die dem Swiss-US Data Privacy Framework beigetreten sind, sonst braucht es zusätzliche Verträge. Neben dem Standort zählen auch Zugriff und Speicherdauer.
Beispiel
Ein Dienst speichert Dateien in der Schweiz, schickt die Texte für seine KI-Funktion aber an ein Rechenzentrum in den USA. Solche Details stehen in den Vertragsunterlagen, nicht auf der Startseite.
Kein Training mit Ihren DatenDie Zusage, dass Ihre Eingaben nicht zur Verbesserung künftiger Modelle verwendet werden.
Bei manchen Gratis- und Privatversionen von Chat-Assistenten können Eingaben je nach Einstellung für das Training verwendet werden. Business-Versionen und die Nutzung über die Schnittstelle schliessen das in der Regel vertraglich aus. Prüfen sollte man auch, wie lange Eingaben gespeichert bleiben, zum Beispiel zur Kontrolle von Missbrauch.
Beispiel
Ein Team nutzt einen Chat-Assistenten mit privaten Konten, und jede Person hat andere Einstellungen. Mit einem gemeinsamen Business-Konto gelten für alle dieselben Regeln.
ZugriffsrechteWer oder was welche Daten sehen und ändern darf.
Eine KI-Lösung sollte nur auf das zugreifen, was sie für ihre Aufgabe braucht, und nicht mehr sehen als die Person, die sie nutzt. Dasselbe gilt für Mitarbeitende: nicht alle brauchen Zugang zu Lohndaten oder allen Kundenakten. Wer Rechte sparsam vergibt und beim Austritt sofort entzieht, verhindert viele Probleme.
Beispiel
Der interne Assistent eines Handwerksbetriebs beantwortet Fragen zu Arbeitsabläufen, hat aber keinen Zugriff auf den Ordner mit den Personaldossiers.
Zwei-Faktor-Anmeldung (2FA)Eine Anmeldung mit Passwort und einem zweiten Nachweis, meist auf dem Handy.
Wird ein Passwort gestohlen, kommt ohne den zweiten Faktor trotzdem niemand ins Konto. Das ist eine der wirksamsten und günstigsten Schutzmassnahmen überhaupt. Sie gehört auf jedes Konto, über das Geld, Kundendaten oder Ihre Website laufen, also E-Mail, Buchhaltung, Hosting und Domain.
Beispiel
Ein Angreifer übernimmt das E-Mail-Konto eines Betriebs und verschickt gefälschte Rechnungen an Kunden. Mit Zwei-Faktor-Anmeldung hätte ihm das gestohlene Passwort allein nichts genützt.
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Websites
Von der Adresse bis zur Frage, ob Google Sie findet: die Begriffe rund um eine Firmenwebsite.
DomainDie Adresse Ihrer Website, zum Beispiel ihrefirma.ch.
Eine Domain mietet man jährlich bei einem Registrar. Wichtig ist, dass sie auf Ihre Firma eingetragen ist und Sie selbst Zugang zum Konto haben, nicht nur die Agentur oder ein ehemaliger Mitarbeiter. Läuft die Domain aus, sind die Website und oft auch die E-Mail-Adressen nicht mehr erreichbar.
Beispiel
Eine Schreinerei will die Agentur wechseln und stellt fest, dass die Domain auf den früheren Webdesigner eingetragen ist. Die Übertragung kostet Zeit und Nerven.
DNSDas Adressbuch des Internets, das eine Domain mit den richtigen Servern verbindet.
In den DNS-Einstellungen steht, auf welchem Server die Website liegt und welcher Dienst Ihre E-Mails empfängt. Ein falscher Eintrag kann Website oder E-Mail lahmlegen. Änderungen gehören deshalb in erfahrene Hände und sollten dokumentiert sein.
Beispiel
Beim Wechsel auf eine neue Website wird nur der Eintrag für die Website angepasst. Die Einträge für E-Mail bleiben unverändert, sonst kommen keine Nachrichten mehr an.
HostingDer Server, auf dem Ihre Website läuft und rund um die Uhr erreichbar ist.
Das kann ein klassisches Webhosting-Paket sein, ein Baukasten mit inbegriffenem Hosting oder eine Plattform, die Seiten weltweit schnell ausliefert. Wichtig sind Verfügbarkeit, Sicherheitsupdates, Backups und der Standort der Daten, besonders wenn über die Website Formulare mit Personendaten eingehen.
Beispiel
Eine Anwaltskanzlei wählt ein Hosting mit Serverstandort in der Schweiz, weil über das Kontaktformular vertrauliche Anfragen eingehen.
HTTPS (SSL)Die verschlüsselte Verbindung zwischen Browser und Website, erkennbar an https:// in der Adresse.
Mit HTTPS kann unterwegs niemand mitlesen, was Besucher in ein Formular eingeben. Browser warnen deutlich vor Seiten ohne Verschlüsselung, und Suchmaschinen bevorzugen verschlüsselte Seiten. Die Website braucht dafür einen gültigen digitalen Ausweis, den die meisten Hoster heute kostenlos ausstellen und automatisch erneuern.
Beispiel
Zeigt der Browser beim Aufruf Ihrer Website «Nicht sicher», fehlt die Verschlüsselung oder sie ist abgelaufen. Das schreckt Besucher ab und sollte sofort behoben werden.
CMSEin System, mit dem Sie Texte, Bilder und Seiten ohne Programmierkenntnisse selbst ändern.
CMS steht für Content-Management-System. Damit passen Sie Öffnungszeiten, Angebote oder News selbst an, ohne jedes Mal die Agentur anzurufen. Bekannte Beispiele sind WordPress, Webflow oder Baukästen wie Wix. Jedes CMS braucht Updates, und je mehr Erweiterungen installiert sind, desto mehr Pflege ist nötig.
Beispiel
Eine Bäckerei trägt die Öffnungszeiten über die Feiertage selbst ein, in zwei Minuten und ohne Rechnung der Agentur.
SEOAlles, was dazu beiträgt, dass Ihre Website in Suchmaschinen gefunden wird.
SEO steht für Search Engine Optimization. Dazu gehören Texte, die die Wörter Ihrer Kunden verwenden, eine saubere technische Grundlage, kurze Ladezeiten und Links von anderen Websites. Für lokale Betriebe zählt vor allem, bei Suchen wie «Elektriker Winterthur» aufzutauchen. SEO wirkt über Monate, und eine bestimmte Position in den Suchergebnissen lässt sich nicht garantieren.
Beispiel
Ein Malergeschäft erstellt für jede Leistung eine eigene Seite mit Fotos von Aufträgen aus der Region. Solche Seiten erscheinen bei passenden Suchen eher als eine allgemeine Leistungsliste.
Google-UnternehmensprofilDer kostenlose Eintrag Ihrer Firma in Google Maps und in der Google-Suche.
Das Profil zeigt Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer, Fotos und Bewertungen. Für lokale Betriebe ist es oft der erste Kontakt, noch vor der Website. Es lohnt sich, das Profil selbst zu verwalten, aktuell zu halten und auf Bewertungen sachlich und freundlich zu antworten.
Beispiel
Ein Coiffeursalon trägt im Profil die Betriebsferien ein. Wer auf dem Handy nach «Coiffeur in der Nähe» sucht, sieht sofort, dass geschlossen ist.
BarrierefreiheitEine Website, die auch Menschen mit Seh-, Hör- oder motorischen Einschränkungen gut nutzen können.
Dazu gehören gut lesbare Kontraste, Beschreibungen für Bilder, Bedienung per Tastatur und klare Beschriftungen in Formularen. Davon profitieren alle, auch ältere Menschen oder jemand, der am Handy in der Sonne liest. In der Schweiz ist Barrierefreiheit für Behörden Pflicht. Wer in die EU verkauft, etwa über einen Onlineshop, sollte prüfen, ob die EU-Regeln zur Barrierefreiheit gelten.
Beispiel
Ein Formular zeigt die Feldnamen nur als hellgrauen Platzhalter im Feld. Das ist schwer lesbar und für Screenreader oft unklar. Feste Beschriftungen über den Feldern lösen das.
LadezeitWie schnell Ihre Website sichtbar und bedienbar ist, besonders auf dem Handy.
Viele Besucher kommen über das Handy und mobile Daten. Braucht eine Seite mehrere Sekunden, springen einige ab, bevor sie etwas gesehen haben. Die häufigsten Bremsen sind zu grosse Bilder, viele eingebundene Zusatzprogramme und langsames Hosting. Google misst die Ladezeit mit den sogenannten Core Web Vitals und berücksichtigt sie in der Suche.
Beispiel
Ein Fotograf lädt Bilder direkt aus der Kamera hoch, mit mehreren Megabyte pro Bild. Automatisch verkleinert laden dieselben Bilder in einem Bruchteil der Zeit, ohne sichtbaren Qualitätsverlust.
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Werkzeuge
Die Namen, die Sie am häufigsten hören, kurz eingeordnet. Das ist keine Empfehlung, denn welches Werkzeug passt, hängt von Aufgabe, Daten und Budget ab. Der Markt ändert sich schnell. Stand: Herbst 2026.
Chat-Assistenten (ChatGPT, Claude, Gemini, Copilot)Programme, mit denen Sie im Browser oder in einer App mit einem Sprachmodell arbeiten.
ChatGPT stammt von OpenAI, Claude von Anthropic, Gemini von Google, und Microsoft Copilot ist in Windows und Microsoft 365 eingebaut. Alle schreiben, fassen zusammen, übersetzen, werten Dateien aus und suchen im Web. Die Unterschiede liegen in Details, in der Einbindung in bestehende Programme und in den Datenschutzbedingungen der jeweiligen Version.
Beispiel
Wer bereits mit Microsoft 365 arbeitet, prüft zuerst Copilot, weil es direkt in Outlook und Word läuft. Wer vor allem lange Dokumente auswertet, testet zwei oder drei Assistenten mit denselben Unterlagen und vergleicht.
Offene Modelle (Llama, Mistral und andere)Sprachmodelle, deren Modelldateien frei verfügbar sind und die sich selbst betreiben lassen.
Llama stammt von Meta, Mistral von einem französischen Unternehmen, und mit Apertus haben ETH Zürich und EPFL ein offenes Schweizer Modell veröffentlicht. Solche Modelle laufen auf eigenen Servern, bei einem Hoster in der Schweiz oder in kleinen Varianten sogar auf einem leistungsstarken Laptop. Sie verlangen technisches Wissen, und die Lizenzen unterscheiden sich, gerade bei kommerzieller Nutzung.
Beispiel
Ein Ingenieurbüro betreibt ein offenes Modell auf einem eigenen Server, um interne Projektberichte zu durchsuchen, ohne dass Texte das Büro verlassen.
Sprach-KI (ElevenLabs und andere)Werkzeuge, die gesprochene Sprache erkennen oder Text mit natürlich klingenden Stimmen vorlesen.
Spracherkennung macht aus Sprachnachrichten oder Aufnahmen von Besprechungen Text. Sprachausgabe, etwa von ElevenLabs, liest Texte mit realistischen Stimmen vor und kann auch Telefonassistenten antreiben. Schweizerdeutsch verstehen viele Dienste inzwischen, aber noch nicht immer zuverlässig. Wer Gespräche aufnimmt, braucht das Einverständnis der Beteiligten.
Beispiel
Ein Monteur spricht nach dem Einsatz eine kurze Sprachnachricht ein. Daraus entsteht automatisch ein Rapport-Entwurf, den er im Büro nur noch kontrolliert.
Bild- und Videogeneratoren (Midjourney, FLUX, Runway, Higgsfield)Werkzeuge, die aus einer Beschreibung Bilder oder kurze Videos erzeugen.
Midjourney und FLUX erzeugen vor allem Bilder, Runway und Higgsfield vor allem Videos. Die Ergebnisse eignen sich für Entwürfe, Stimmungsbilder und Beiträge in sozialen Medien. Für echte Produkte, Mitarbeitende und Referenzen wirken echte Fotos meist glaubwürdiger. Zu klären sind die Nutzungsrechte und bei erkennbaren Personen deren Einverständnis.
Beispiel
Ein Café lässt sich Varianten für ein saisonales Plakat erzeugen, um eine Richtung zu finden. Auf dem fertigen Plakat sind dann Fotos der echten Torten.
Automatisierungsplattformen (n8n, Make, Zapier)Dienste, die Programme verbinden und Abläufe nach dem Prinzip «wenn dies, dann das» ausführen.
Zapier und Make laufen als Cloud-Dienste und sind schnell eingerichtet. n8n lässt sich auch selbst betreiben, etwa auf einem Server in der Schweiz. Alle drei können KI-Schritte einbauen, zum Beispiel eine E-Mail zusammenfassen und an die zuständige Person weiterleiten. Mit wachsender Zahl von Abläufen braucht es Übersicht: wer hat was gebaut, und was passiert, wenn ein Schritt fehlschlägt?
Beispiel
Jede Anfrage aus dem Kontaktformular landet automatisch im CRM, der Verkauf erhält eine Nachricht im Team-Chat, und am Freitag kommt eine Liste aller offenen Anfragen.
Cloud (AWS, Azure, Google Cloud)Rechenleistung und Speicher, die man bei grossen Anbietern mietet, statt eigene Server zu betreiben.
Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud sind die grössten Anbieter. Alle drei betreiben Rechenzentren in der Schweiz und bieten dort auch KI-Modelle an, allerdings nicht jedes Modell an jedem Standort. Abgerechnet wird nach Verbrauch, was flexibel ist, aber eine Kostenkontrolle braucht. Daneben gibt es Schweizer Cloud-Anbieter, deren Rechenzentren alle in der Schweiz stehen.
Beispiel
Eine Versicherungsagentur betreibt ihre KI-Anwendung in einem Rechenzentrum in der Region Zürich, damit die Kundendaten in der Schweiz verarbeitet werden.
Ein Begriff fehlt oder ist noch unklar?
Schreiben Sie uns Ihre Frage. Wir antworten in einfachen Worten und sagen Ihnen offen, ob sich KI oder eine neue Website für Ihren Betrieb lohnt.
